Der Steu­er­be­ra­ter und die Klagefrist

Ein Steu­er­be­ra­ter muss sei­nen Man­dan­ten an den Ablauf der Kla­ge­frist erin­nern, wenn er die Ein­spruchs­ent­schei­dung des Finanz­amts nicht sofort an sei­nen Man­dan­ten wei­ter­lei­tet. Kommt er die­ser Ver­pflich­tung nicht nach und wird hier­durch die Kla­ge zu spät erho­ben, ist eine Wie­der­ein­set­zung wegen des sei­nem Man­dan­ten zuzu­rech­nen­den Ver­schul­dens des Steu­er­be­ra­ters nicht möglich. 

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Kei­ne Sekun­där­haf­tung der Wirtschaftsprüfer

Der als Jah­res­ab­schluss­prü­fer täti­ge Wirt­schafts­prü­fer unter­liegt nicht der Sekun­der­haf­tung, wie sie die Recht­spre­chung etwa für Rechts­an­wäl­te und Steu­er­be­ra­ter ent­wi­ckelt hat. Der Jah­res­ab­schluss­prü­fer, der der von ihm geprüf­ten Gesell­schaft wegen Pflicht­ver­let­zun­gen bei der Prü­fung zum Scha­dens­er­satz ver­pflich­tet ist, kann ihr die Mit­ver­ur­sa­chung des ent­stan­de­nen Scha­dens durch ihren Geschäfts­füh­rer grund­sätz­lich gemäß § 254

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Kei­ne Steu­er­be­ra­ter im Statusverfahren

Steu­er­be­ra­ter sind in Sta­tus­ver­fah­ren gegen die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung Bund nicht ver­tre­tungs­be­rech­tigt, ent­schied jetzt das Sozi­al­ge­richt Aachen. Vor dem Sozi­al­ge­richt Aachen hat­te eine Steu­er­be­ra­te­rin aus der Städ­te­re­gi­on Aachen geklagt, die einen GmbH-Gesel­l­­schaf­­ter in einem Ver­fah­ren zur Fest­stel­lung sei­nes sozi­al­ver­si­che­rungs­recht­li­chen Sta­tus ver­tre­ten hat­te und von der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung Bund als nicht vertretungsberechtigt

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Ver­jäh­rung der Steu­er­be­ra­ter­haf­tung bei Bauherrenmodellen

Hat ein Kom­man­di­tist Steu­er­nach­zah­lun­gen infol­ge ver­rin­ger­ter Ver­lust­zu­wei­sun­gen zu ver­zin­sen, beginnt die Ver­jäh­rung eines Ersatz­an­spruchs gegen den steu­er­li­chen Bera­ter wegen ver­spä­te­ten Hin­wei­ses auf die­ses Risi­ko mit dem ers­ten Bescheid, wel­cher die Ver­lus­te der KG in dem­entspre­chend ver­min­der­tem Umfang fest­stellt, selbst wenn es gelingt, durch Vor­zie­hung von Son­der­ab­schrei­bun­gen die Gewinn­erhö­hung in spätere

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Kei­ne Steu­er­be­ra­ter­prü­fung mit abge­bro­che­nem Jurastudium

Ohne abge­schlos­se­ne Berufs­aus­bil­dung kann ein Bewer­ber nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Bun­des­fi­nanz­hofs nicht zur Steu­er­be­ra­ter­prü­fung nicht zuge­las­sen wer­den, selbst wenn er eine lang­jäh­ri­ge, fach­lich ein­schlä­gi­ge Berufs­tä­tig­keit nach­weist. Auch ein abge­bro­che­nes Jura­stu­di­um reicht nicht aus. Die Bestel­lung als Steu­er­be­ra­ter, wel­che die Mög­lich­keit zur geschäfts­mä­ßi­gen Hil­fe­leis­tung in Steu­er­sa­chen eröff­net, setzt grund­sätz­lich die erfolgreiche

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Kei­ne Frist­ver­län­ge­rung für Steu­er­be­ra­ter in eige­ner Angelegenheit

Kei­ne Frist­ver­län­ge­rung für Steu­er­be­ra­ter in eige­ner Ange­le­gen­heit. Ein Steu­er­be­ra­ter kann sich nach einem aktu­el­len Urteil des Nie­der­säch­si­schen Finanz­ge­richts für sei­ne eige­nen Steu­er­erklä­run­gen nicht auf die in den gleich­lau­ten­den Län­der­erlas­sen über die all­ge­mei­ne Ver­län­ge­rung der Fris­ten zur Abga­be von Steu­er­erklä­run­gen ver­län­ger­te Frist für Steu­er­be­ra­ter beru­fen. Das sog. Bera­ter­pri­vi­leg, wonach Ange­hö­ri­ge der

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Befrei­ung von der Steu­er­be­ra­ter­prü­fung für ehe­ma­li­ge Finanzbeamte

Eine Befrei­ung von der Steu­er­be­ra­ter­prü­fung auf­grund einer fünf­zehn­jäh­ri­gen Tätig­keit als Sach­be­ar­bei­ter kann einem ehe­ma­li­gen Ange­stell­ten der Finanz­ver­wal­tung nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs gemäß § 38 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. a StBerG nur dann gewährt wer­den, wenn die­ser eine einem Beam­ten des geho­be­nen Diens­tes gleich­wer­ti­ge Aus- oder Vor­bil­dung besaß. Bun­de­fi­nanz­hof, Urteil vom 31.

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Phoe­nix, die BaFin und die Wirtschaftsprüfer

Einer Ein­la­­gen­­si­che­­rungs- und Anle­ger­ent­schä­di­gungs­ein­rich­tung des Ban­ken­sys­tems steht gegen ein Wirt­schafts­prü­fungs­un­ter­neh­men, das einen Prü­fungs­auf­trag der BaFin unzu­rei­chend erfüllt hat, kein Scha­dens­er­satz­an­spruch zu, wie der Bun­des­ge­richts­hof jetzt ent­schie­den hat. Die Klä­ge­rin des jetzt vom BGH ent­schie­de­nen Falls ist eine gemäß § 6 Abs. 1 Satz 1 des Ein­la­­gen­­si­che­­rungs- und Anle­ger­ent­schä­di­gungs­ge­set­zes (ESAEG) vom 16. Juli 1998 (BGBl.

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Steu­er­be­ra­ter­haf­tung und der bestehen­de Verlustvortrag

Bei der Haf­tung eines Steu­er­be­ra­ters für eine Falsch­be­ra­tung stellt sich teil­wei­se das zusätz­li­che Pro­blem, dass der Man­dant die ange­fal­le­nen Steu­ern tat­säch­lich nicht gezahlt, son­dern mit einem bestehen­den Ver­lust­vor­trag ver­rech­net hat. Der Ver­brauch des Ver­lust­vor­tra­ges hat mit­hin nicht zu einem gegen­wär­ti­gen Scha­den des Man­dan­ten geführt. Der Ver­lust­vor­trag kann nur in der

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Anscheins­be­weis in der Steuerberaterhaftung

Eine Falsch­be­ra­tung durch einen Steu­er­be­ra­ter führt als Schlech­ter­fül­lung des zwi­schen dem Steu­er­be­ra­ter und sei­nem Man­dan­ten geschlos­se­nen Bera­tungs­ver­tra­ges regel­mä­ßig zu einer Scha­dens­er­satz­pflicht des Steu­er­be­ra­ters, dies aller­dings nur dann, wenn auch fest­steht, dass sich der Man­dant bei rich­ti­ger Bera­tung ent­spre­chend ver­hal­ten hät­te. Wie sich der Man­dant bei ver­trags­ge­rech­ter Bera­tung ver­hal­ten hät­te, zählt

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Kein Wider­ruf der Steu­er­be­ra­ter­be­stel­lung nach Ankün­di­gung der Restschuldbefreiung

Das Finanz­ge­richt Rhein­­land-Pfalz muss­te jetzt zu der Fra­ge Stel­lung neh­men, ob, bzw. unter wel­chen Umstän­den die Steu­er­be­ra­ter­kam­mer die Bestel­lung eines Steu­er­be­ra­ters wegen Ver­mö­gens­ver­falls wider­ru­fen kann, wenn das Insol­venz­ver­fah­ren über das Ver­mö­gen des Steu­er­be­ra­ters been­det ist und ihm Rest­schuld­be­frei­ung ange­kün­digt wurde.

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Wider­ruf der Steu­er­be­ra­ter­be­stel­lung in der Insolvenz

Eine Ver­ein­ba­rung zur Abwick­lung des Insol­venz­ver­fah­rens zwi­schen dem insol­ven­ten Steu­er­be­ra­ter und sei­nen Gläu­bi­gern steht nach einem Urteil des Nie­der­säch­si­schen Finanz­ge­richts einem ange­nom­me­nen und bestä­tig­ten Insol­venz­plan nicht gleich, so dass die Bestel­lung zum Steu­er­be­ra­ter gleich­wohl wegen Ver­mö­gens­ver­falls zu wider­ru­fen ist.

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Steu­er­be­ra­ter­haf­tung für ver­fas­sungs­wid­ri­ge Steuergesetze

Der Steu­er­be­ra­ter, der mit der Prü­fung eines Steu­er­be­schei­des beauf­tragt ist, muss mit sei­nem Man­dan­ten die Mög­lich­keit eines Ein­spruchs wegen mög­li­cher Ver­fas­sungs­wid­rig­keit des anzu­wen­den­den Steu­er­ge­set­zes nicht erör­tern, so lan­ge kei­ne ent­spre­chen­de Vor­la­ge eines Finanz­ge­richts an das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ver­öf­fent­licht ist oder sich ein gleich star­ker Hin­weis auf die Ver­fas­sungs­wid­rig­keit der Besteue­rung aus

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Steu­er­be­ra­ter durch Eignungprüfung

Bür­ger der EU, die in einem ande­ren Mit­glied­staat zur Steu­er­be­ra­tung berech­tigt sind, kön­nen auch in Deutsch­land als Steu­er­be­ra­ter bestellt wer­den, ohne die regu­lä­re Steu­er­be­ra­ter­prü­fung able­gen zu müs­sen; sie müs­sen sich ledig­lich einer sog. Eig­nungs­prü­fung unter­zie­hen (§ 37a Abs. 2 Steu­er­be­ra­tungs­ge­setz). Die­se Eig­nungs­prü­fung kann jedoch nicht dazu genutzt wer­den, doch noch deutscher

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Außen­prü­fung beim Steuerberater

Auch gegen gesetz­lich zur Ver­schwie­gen­heit ver­pflich­te­te und zur Ver­wei­ge­rung von Aus­künf­ten berech­tig­te Per­so­nen, wie Steu­er­be­ra­ter und Wirt­schafts­prü­fer, kann eine Außen­prü­fung ange­ord­net wer­den. Dies hat der Bun­des­fi­nanz­hof jetzt bestä­tigt. Die Recht­mä­ßig­keit der Prü­fungs­an­ord­nung wird nicht durch die spä­te­re Form der Durch­füh­rung der Außen­prü­fung beein­träch­tigt. Für eine vor­beu­gen­de Unter­las­sungs­kla­ge gegen die Finanzbehörde,

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Absetz­bar­keit von Steuerberaterkosten

Der Streit um die Abzieh­bar­keit pri­va­ter Steu­er­be­ra­tungs­kos­ten geht in eine neue Run­de. Seit weni­gen Tagen ist das ers­te Revi­si­ons­ver­fah­ren beim Bun­des­fi­nanz­hof anhän­gig, in dem dar­um gestrit­ten wird, ob pri­va­te Steu­er­be­ra­tungs­kos­ten wei­ter­hin steu­er­lich gel­tend­ge­macht wer­den kön­nen. Hin­ter­grund die­ses Streits ist die Strei­chung des § 10 Absatz 1 Nr. 6 EStG durch das „Gesetz

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Kam­mer­bei­trä­ge für ange­stell­te Steu­er­be­ra­ter und Wirtschaftsprüfer

Obwohl die Aner­ken­nung einer Wir­t­­schafts­­­prü­­fungs- und Steu­er­be­ra­tungs­ge­sell­schaft vor­aus­setzt, dass die Geschäfts­füh­rer Wirt­schafts­prü­fer bzw. Steu­er­be­ra­ter sind, führt die Über­nah­me der Bei­trä­ge zu den Berufs­kam­mern durch den Arbeit­ge­ber zu Arbeits­lohn. Der Arbeit­ge­ber han­delt nicht im über­wie­gend eigen­be­trieb­li­chen Inter­es­se. Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 17. Janu­ar 2008 – VI R 26/​06

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Mei­ne Steu­ern zahlt der Steu­er­be­ra­ter – nicht

Zum Wochen­an­fang ein Fall zum Schmun­zeln: Wie dem Sup­­pen-Kas­­per sei­ne Sup­pe, so woll­te einem Münch­ner Ehe­paar – er selb­stän­di­ger Gra­fi­ker, sie Ange­stell­te – ihre Steu­er­pflicht offen­bar gar nicht schme­cken. Soweit dürf­ten sie sich in guter Gesell­schaft befun­den haben. Aber sich sei­nem Schick­sal erge­ben? Nie­mals nicht! Für die Jah­re 1999 – 2001

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Steu­er­be­ra­ter­haf­tung zuguns­ten des GmbH-Geschäftsführers?

Der Steu­er­be­ra­tungs­ver­trag mit einer GmbH ist jeden­falls in der Regel kein Ver­trag mit Schutz­wir­kung zuguns­ten des GmbH-Geschäfts­­­füh­­rers. Daher kann der Geschäfts­füh­rer der GmbH auch kei­nen Scha­dens­er­satz­an­spruch gegen den Steu­er­be­ra­ter wegen einer feh­ler­haf­te Bera­tung der GmbH gel­tend machen, die zu einem Scha­den bei ihm per­sön­lich geführt hat.

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Scha­dens­er­satz gegen Steuerberater-Treuhänder

Scha­dens­er­satz­an­sprü­che von Kapi­tal­an­le­gern gegen einen Steu­er­be­ra­ter als Treu­hand­kom­man­di­tis­ten einer Publi­­kums-KG wegen eines Ver­schul­dens bei den Bei­tritts­ver­hand­lun­gen unter­lie­gen nach dem bis zum 31. Dezem­ber 2001 gel­ten­den Recht nicht der Ver­jäh­rung nach § 68 StBerG. Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 13. Juli 2006 – III ZR 361/​04

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Pflicht­lek­tü­re für Steuerberater

Wel­che Zeit­schrif­ten muß ein Steu­er­be­ra­ter lesen? Die­se Fra­ge stell­te sich dem Ber­li­ner Kam­mer­ge­richt in einem Scha­dens­er­satz­ver­fah­ren gegen einen Steu­er­be­ra­ter. Der Steu­er­be­ra­ter hat­te sei­nem Man­dan­ten nicht emp­foh­len, gegen einen Steu­er­be­scheid Ein­spruch ein­zu­le­gen, obwohl dar­in Gewin­ne aus Spe­ku­la­ti­ons­ge­schäf­ten besteu­ert wur­den und zu die­sem Zeit­punkt bereits ein Finanz­ge­richt die Revi­si­on zum Bun­des­fi­nanz­hof zugelassen

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EU-Steu­er­be­ra­ter

Ver­pflich­tet sich eine Sozie­tät zur Erbrin­gung steu­er­be­ra­ten­der Leis­tun­gen, ist der Ver­trag jeden­falls dann nich­tig, wenn nicht sämt­li­che Sozi­en zur geschäfts­mä­ßi­gen Hil­fe in Steu­er­sa­chen befugt sind. Ein EU-Bür­­ger, der in Deutsch­land kei­ne Zulas­sung als Steu­er­be­ra­ter hat, ist nicht des­we­gen zur geschäfts­mä­ßi­gen Hil­fe in Steu­er­sa­chen befugt, weil er mit einem deut­schen Steuerberater

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Ver­jäh­rungs­be­ginn bei Steuerberatern

Die Ver­jäh­rungs­frist für einen Scha­dens­er­satz­an­spruch gegen einen Steu­er­be­ra­ter beginnt regel­mä­ßig mit dem Zugang des dem Man­dan­ten nach­tei­li­gen Steu­er­be­scheids. Dies gilt nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs auch dann, wenn der Steu­er­be­ra­ter in der Steu­er­sa­che bereits vor­her eine Aus­schluss­frist ver­säumt hat.

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Steu­er­be­ra­ter und Kirchenaustritte

Ein Steu­er­be­ra­ter hat nach einem Urteil des Ober­lan­des­ge­richts Köln nicht die Pflicht, auf die Mög­lich­keit eines Kir­chen­aus­tritts und eine damit ver­bun­de­ne Steu­er­erspar­nis hin­zu­wei­sen. Die Pflicht des Steu­er­be­ra­ters zur umfas­sen­den Bera­tung über ver­meid­ba­re Steu­er­be­las­tun­gen fin­det ihre Gren­ze spä­tes­tens bei sol­chen Fra­gen, die eine höchst­per­sön­li­che Ent­schei­dung des Man­dan­ten vor­aus­set­zen. Es blei­be, so

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