Ansparabschreibung ohne Investitionsabsicht — und die Steuerhinterziehung durch den Steuerberater

Der Tatbe­stand der Steuer­hin­terziehung set­zt keine gelun­gene Täuschung mit her­vorgerufen­em Irrtum beim zuständi­gen Finanzbeamten voraus. Nach ständi­ger Recht­sprechung von Bun­des­gericht­shof und Bun­des­fi­nanzhof genügt es, dass unrichtige oder unvoll­ständi­ge Angaben über steuer­lich erhe­bliche Tat­sachen in ander­er Weise als durch eine Täuschung für den Tater­folg ursäch­lich wer­den. Zwar musste zur steuer­lichen Gel­tend­machung

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Steuerberater — und die Werbung als “Zertifizierter Rating-Analyst”

Ein Steuer­ber­ater darf die Beze­ich­nung “Zer­ti­fiziert­er Rat­ing-Ana­lyst” nicht in unmit­tel­baren Zusam­men­hang mit sein­er Berufs­beze­ich­nung als Steuer­ber­ater führen. In dem hier entsch­iede­nen Fall erwarb der Steuer­ber­ater im Jahr 2005 von der IHK ein Zer­ti­fikat über die erfol­gre­iche Teil­nahme an einem Lehrgang “Bonitäts-Rat­ing-Ana­lyst”. Anschließend fügte er sein­er Berufs­beze­ich­nung “Steuer­ber­ater” die Beze­ich­nung “Zer­ti­fiziert­er

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Der Vermögensverfall des Steuerberaters — und die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens nach englischem Recht

Der Ein­tritt eines Ver­mö­gensver­falls ist nach § 46 Abs. 2 Nr. 4 StBerG auch dann zu ver­muten, wenn das Insol­ven­zver­fahren über das Ver­mö­gen des Steuer­ber­aters oder Steuer­bevollmächtigten nicht in Deutsch­land, son­dern in einem anderen Mit­glied­staat der Europäis­chen Union nach dessen Recht eröffnet wor­den ist. Nach § 46 Abs. 2 Nr.

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Die Steuerhinterziehung des Steuerberaters — und die Strafzumessung

Beteiligt sich ein Steuer­bareter an der Steuer­hin­terziehung seines Man­dan­ten, sind im Rah­men der Strafzumes­sungser­wä­gun­gen auch die ihm als Steuer­ber­ater dro­hen­den beruf­s­rechtlichen Fol­gen in den Blick zu nehmen. Die Bege­hung ein­er – hier ver­sucht­en – Steuer­hin­terziehung durch einen Steuer­ber­ater kann gemäß § 89 Abs. 1, § 90 Abs. 1 Nr. 5

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Wirtschaftsprüfer — und das Verbot gewerblicher Tätigkeit

Die Betä­ti­gung in einem geschäfts­führen­den Organ ein­er Kap­i­talge­sellschaft unter­fällt dem Ver­bot der gewerblichen Betä­ti­gung im Sinne des § 43a Abs. 3 Nr. 1 WPO. Das Ver­bot, neben ein­er Tätigkeit als Wirtschaft­sprüfer gewerbliche Tätigkeit­en auszuüben, ist nach Auf­fas­sung des Bun­desver­wal­tungs­gerichts mit Unions- und Ver­fas­sungsrecht vere­in­bar. Dies gilt auch für die Tätigkeit

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Berufsgerichtliche Verfahren — und das Verbot der Doppelbestrafung

Beruf­s­gerichtliche Maß­nah­men im Anschluss an eine strafrechtliche Verurteilung (hier: eines Steuer­ber­aters) ver­stoßen nicht gegen das sich aus Art. 103 Abs. 3 GG ergebende Ver­bot der Dop­pelbe­stra­fung. Ein Ver­stoß gegen den Grund­satz “ne bis in idem” liegt nicht vor, weil beruf­s­gerichtliche Maß­nah­men nicht auf­grund der all­ge­meinen Strafge­set­ze im Sinne des Art.

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