Der aus der Sozietät ausgeschiedene Steuerberater — und seine Nachhaftung

Die für eine Enthaf­tung gemäß § 736 Abs. 2 BGB, § 160 Abs. 1 HGB maßge­bliche Fün­f­jahres­frist begin­nt mit der pos­i­tiv­en Ken­nt­nis des Gesellschafts­gläu­bigers von dem Auss­chei­den des Mit­ge­sellschafters1.

Der aus der Sozietät ausgeschiedene Steuerberater — und seine Nachhaftung

Die Beweis­last für die fris­taus­lösende pos­i­tive Ken­nt­nis trägt hier­bei der aus­geschiedene Gesellschafter2.

Allein aus der nur leicht abwe­ichen­den Gestal­tung des Briefkopfes der Sozi­etät muss ein Man­dant nicht auf eine Änderung der Gesellschafter­stel­lung des auss­chei­den­den Steuer­ber­aters schließen3.

Bun­des­gericht­shof, Urteil vom 8. Sep­tem­ber 2016 — IX ZR 255/13

  1. vgl. BGH, Urteil vom 24.09.2007 — II ZR 284/05, BGHZ 174, 7 Rn. 13 ff mwN []
  2. vgl. MünchKomm-HGB/Schmidt, 4. Aufl., § 160 Rn. 27; Werten­bruch, NZG 2008, 216, 217 []
  3. vgl. auch MünchKomm-HGB/Schmidt, 2. Aufl., § 160 Rn. 27 []