Außenprüfung beim Steuerberater

Auch gegen geset­zlich zur Ver­schwiegen­heit verpflichtete und zur Ver­weigerung von Auskün­ften berechtigte Per­so­n­en, wie Steuer­ber­ater und Wirtschaft­sprüfer, kann eine Außen­prü­fung ange­ord­net wer­den. Dies hat der Bun­des­fi­nanzhof jet­zt bestätigt.

Außenprüfung beim Steuerberater

Die Recht­mäßigkeit der Prü­fungsanord­nung wird nicht durch die spätere Form der Durch­führung der Außen­prü­fung beein­trächtigt.

Für eine vor­beu­gende Unter­las­sungsklage gegen die Finanzbe­hörde, sich bere­its vor Beginn der Außen­prü­fung zu verpflicht­en, keine man­dan­ten­be­zo­ge­nen Kopi­en oder Kon­trollmit­teilun­gen anzufer­ti­gen, fehlt in aller Regel das erforder­liche beson­dere Rechtss­chutzbedürf­nis.

Die Finanzbe­hörde muss im Einzelfall im Rah­men pflicht­gemäßer Ermessen­sausübung über die Anfer­ti­gung von Kon­trollmit­teilun­gen entschei­den und den Steuerpflichti­gen (Beruf­sträger) rechtzeit­ig von ein­er entsprechen­den Absicht informieren. Dem Steuerpflichti­gen wird dadurch die Möglichkeit eröffnet, sich mit den geset­zlich eingeräumten Rechts­be­helfen im konkreten Fall gegen die Umset­zung zur Wehr zu set­zen.

Bun­des­fi­nanzhof, Urteil vom 8. April 2008 — VIII R 61/06